Die VHS-Kassette: Filme zu Hause, zurückgespult
Bevor es Streaming gab, veränderte VHS alles. 1976 von JVC eingeführt, ermöglichten VHS-Kassetten den Menschen, Fernsehen aufzuzeichnen und Filme zu Hause anzusehen – nach ihrem eigenen Zeitplan.
In den 1980er Jahren verwandelte VHS Wohnzimmer in persönliche Kinos. Filmabende wurden zu Ritualen, Vorspulen war Pflicht, und einen Film anzusehen bedeutete, ihn von Anfang bis Ende zu erleben.
VHS-Kassetten alterten mit der Nutzung. Lieblingsszenen wurden wiederholt abgespielt, Beschriftungen handschriftlich angebracht und Bilder wurden mit der Zeit weicher – jede Kassette wurde einzigartig persönlich.
Wissenswertes:
VHS-Kassetten waren nie für schnelles Zurückspulen konzipiert. Wiederholtes Zurückspulen dehnte das Band langsam aus, was zu den Spurlinien und Störungen führte, die wir heute mit VHS verbinden. Je öfter man sie ansah, desto mehr veränderte sie sich.
Deshalb hat VHS auch heute noch eine solche Resonanz. Sie steht für Absicht, Ritual und ein handfestes Medienerlebnis – eines, das auch heute noch modernes Design bei Spot Studio Art inspiriert.
